Durchfall nach Antibiotika behandeln

Durchfall nach Antibiotika-Behandlung Wenn Antibiotika verordnet werden, kommt es häufig zu Durchfall.

Unverträglichkeiten im Magen-Darm-Bereich sind eine häufige Begleiterscheinung einer Antibiotikatherapie. So kommt es schätzungsweise in bis zu 25 Prozent der Fälle zu Durchfall. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Antibiotika-assoziierten Diarrhö (AAD). Zur Behandlung dieser Form des Durchfalls sind allerdings nur ausgewählte Durchfallmittel geeignet.

Durchfall durch Antibiotika: Ungeeignete Mittel

Eine Antibiotika-Behandlung kann in bestimmten Situationen erforderlich sein. In der Folge tritt allerdings häufig Durchfall auf. Bei der Behandlung dieses sogenannten Antibiotika-assoziierten Durchfalls (AAD) sind einige Besonderheiten zu beachten. So sollten z. B. keine Motilitätshemmer eingesetzt werden. Denn diese entfalten ihre Wirkung über die Hemmung der Darmbewegung – krankmachende Bakterien und deren Giftstoffe können so nicht ausreichend aus dem Darm ausgeschieden werden. Auch Enkephalinasehemmer sind bei AAD als kontrainidiziert.

Lesen Sie hier mehr über die gängigen Mittel gegen Durchfall.

Medizinische Hefe bei Antiobiotika-assoziiertem Durchfall

Als besonders effektiv gilt heute sogenannte Arznei-Hefe oder medizinische Hefe. So liegen für Saccharomyces boulardii aussagekräftige klinische Studien zur Wirksamkeit vor.

Das besondere an der Arznei-Hefe ist das breite Wirkspektrum: Die Darmflora wird stabilisiert und bereits geschädigte Darmzellen werden regeneriert. Gleichzeitig unterbindet medizinische Hefe effektiv die Sekretion überschüssiger Flüssigkeit in den Darm. Das besondere Plus im Hinblick auf die Behandlung von AAD stellt die Tatsache dar, dass Arznei-Hefe schädliche Bakterien binden und auf diese Weise helfen kann, diese aus dem Körper zu transportieren. Auch mögliche darmschädigende Giftstoffe werden durch die Arznei-Hefe inaktiviert.

Mitunter kann auch die vorbeugende Einnahme ab Beginn einer Antibiotikatherapie sinnvoll sein – in den USA ist diese Vorgehensweise bereits Routine. Sprechen Sie dazu im Zweifel mit Ihrem behandelnden Arzt.

Weitere Maßnahmen bei Durchfall nach Antibiotika

Ergänzend zur Einnahme eines geeigneten Durchfallmittels spielt bei Durchfall durch Antibiotika – wie bei jeder Durchfall-Form – der Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten eine wichtige Rolle. Eine erhöhte Trinkmenge und geeignete Elektrolytlösungen aus der Apotheke sind daher empfehlenswert.

Hier finden Sie weitere bewährte Tipps bei Durchfall.

Lesen Sie hier mehr über die Hintergründe zur Entstehung von Durchfall durch Antibiotika.

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Perenterol 50 mg Kapseln / Perenterol forte 250 mg Kapseln / Perenterol Junior 250 mg Pulver.
Wirkstoff: Trockenhefe aus Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926 (Synonym: Saccharomyces boulardii). Anwendungsgebiete: Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen, Reisedurchfällen (Vorbeugung u. Behandlung) sowie Durchfällen unter Sondenernährung. Begleitende Behandlung bei Akne. Für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene in der Selbstmedikation. Für Kinder unter 2 Jahren nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Warnhinweis: Enthält Lactose, Perenterol 50 mg Kaps. enth. zusätzl. Sucrose. Perenterol Junior 250 mg Pulv. enth. zusätzl. Fructose.

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