Antibiotika-assoziierte Diarrhö

Durchfall nach Antibiotika

Autoren: Tatiana Schmid , Jennifer Hamatschek Stand: 26.02.26
Durchfall nach Antibiotika
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So hochwirksam Antibiotika bei der Bekämpfung von Bakterien auch sind, so unangenehm können mögliche Begleiterscheinungen einer Antibiotika-Therapie sein. Durchfall gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen von Antibiotika. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang auch von „Antibiotika-assoziierter Diarrhö“.

Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD) – was ist das?

Eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö liegt vor, wenn es während oder nach der Einnahme von Antibiotika zu Durchfall (wässriger Stuhl, Stuhlgang mehr als 3x pro Tag) kommt, der nicht durch eine andere Ursache erklärt werden kann. Der Fachbegriff AAD beschreibt also einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Antibiotika-Einnahme und dem Auftreten von Durchfall.

Die Symptome können innerhalb von Stunden nach der ersten Einnahme auftreten oder auch erst Wochen nach dem Absetzen des Medikaments. Besonders typisch ist Durchfall, der häufig von leichter Übelkeit, Appetitlosigkeit oder auch Blähungen begleitet wird. Die Beschwerden können nur leicht ausgeprägt sein, aber es kann auch zu sehr starken Durchfällen kommen.

In vielen Fällen lässt sich das Problem gut in den Griff bekommen. Manchmal kann es jedoch im Rahmen einer Antibiotika-Behandlung zu einer Infektion mit antibiotikaresistenten Durchfallerregern (häufig Clostridium difficile) kommen. Diese kann ohne Symptome verlaufen, sie kann aber auch zu einer lebensbedrohlichen Darmentzündung führen, die als schwere Komplikation der Antibiotika-Therapie gilt. Im Zweifel ist daher immer ein Arztbesuch angeraten.

Durchfall durch Antibiotika: Was tun?

Auch wenn es zu unangenehmen Nebenwirkungen während der Antibiotika-Therapie kommt, sollte das Antibiotikum nicht auf eigene Faust abgesetzt werden. Ein vorschnelles Absetzen des Antibiotikums kann u. a. dazu führen, dass sich Resistenzen bei den Bakterien entwickeln. Verständigen Sie Ihren Arzt und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen – das gilt insbesondere bei schweren Symptomen oder wenn Fieber auftritt.

Grundsätzlich richtet sich die Behandlung von AAD nach der Schwere der Symptome.

Herkömmliche Durchfallmittel wie z. B. die sogenannten Motilitätshemmer dürfen bei Antibiotika-assoziiertem Durchfall nicht angewendet werden.

Leichte Fälle klingen meist ohne spezielle Medikamente ab. Primär ist es wichtig, eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr sicherzustellen (viel trinken, ggf. Elektrolytlösungen aus der Apotheke)Schwere Verläufe können lebensbedrohlich sein und erfordern eine spezifische Therapie – dies kann auch eine Notfallbehandlung im Krankenhaus bedeuten. Mögliche Warnzeichen sind z. B. faulig riechender, wässriger Durchfall, Fieber, Schmerzen, Blut im Stuhl.

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Stand: zuletzt aktualisiert am 26.02.26

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Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

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Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zu Jennifer Hamatschek

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Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

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