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Für die Behandlung von Rotavirus-Infektionen ist kein spezifisch wirksames antivirales Medikament verfügbar. Insofern ist das Hauptziel der Behandlung – wie bei anderen Durchfallerkrankungen auch – die verlorene Menge an Flüssigkeit und Elektrolyten auszugleichen und ggf. die Symptome zu lindern.
Was hilft bei Rotavirus-Infektionen?
Diese allgemeinen Maßnahmen werden empfohlen:
Körperliche Schonung, ggf. Bettruhe
Viel trinken, am besten stilles Wasser oder Kräutertee. Auch Suppen bzw. Brühen sorgen für ein Plus an Flüssigkeit
Fertige Elektrolyt-Glukose-Lösungen aus der Apotheke sind ebenfalls empfehlenswert.
Deine Notbremse bei Durchfall. Der Vorteil der praktischen Schmelztablette: Sie zergeht sofort auf der Zunge und kann diskret und ohne Wasser eingenommen werden.
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Bewirkt im Darm eine Verminderung der gesteigerten Darmbewegung (Motilität) – dadurch bleibt die Nahrung länger im Darm und der Körper kann mehr Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe aufnehmen.
Erhöht den Tonus (Grundspannung) des Schließmuskels.
Reduziert dadurch Stuhlinkontinenz und Stuhldrang.
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.
Rezeptfrei erhältlich und ein wichtiger Bestandteil jeder Haus- und Reiseapotheke.
Betroffene dürfen grundsätzlich essen, was sie vorher gewohnt waren und vertragen. In der Regel sind kleinere Mahlzeiten günstig, ebenso wie eine reizarme, fettreduzierte und ballaststoffarme Kost mit Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Haferflocken mit etwas Salz. Suppen, gekochtes Gemüse, Salzstangen, Bananen und fettarmer Joghurt sind ebenfalls gut geeignet.
Bei schweren Verläufen muss ein Arzt verständigt werden, da eine kurzzeitige stationäre Behandlung in einer Klinik erforderlich sein kann (z. B. Infusionen).
Eine Rotavirus-Infektion wird nicht mit Antibiotika behandelt.
Wichtig:
Der Flüssigkeitsverlust durch Durchfall und Erbrechen kann vor allem bei Kindern und Senioren zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen. Gerade bei Rotavirus-Infektionen kommt es speziell bei diesen Risikogruppen besonders oft zu schweren Krankheitsverläufen. Sind Kinder oder ältere Menschen betroffen, sollte daher immer ein Arzt informiert werden.
Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, sich mit dem Rotavirus anzustecken, da ihr Immunsystem die Erreger noch nicht kennt. So ist es nicht verwunderlich, dass Rotaviren die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Kindern unter 5 Jahren sind.
Die Kleinsten stecken sich aber nicht nur besonders leicht an – bei ihnen ist auch das Risiko für schwere Krankheitsverläufe sehr hoch. Bei ausgeprägter Symptomatik ist oft ein Krankenhausaufenthalt erforderlich: In Deutschland werden jährlich 20.000 Kinder mit einer Rotavirus-Infektion stationär behandelt, 50 davon sogar intensivmedizinisch.
Deshalb empfiehlt sie STIKO (Ständige Impfkommission) seit 2013 eine Rotaviren-Schluckimpfung als Standard-Impfung für Säuglinge, die aus mehreren Impfdosen besteht.* Durch die Impfung gegen Rotaviren soll dazu beigetragen werden, dass den kleinsten Patienten schwere Krankheitsverläufe und belastende Krankenhausaufenthalte erspart bleiben. Die erste Impfdosis sollte im Alter von 6 bis 12 Wochen gegeben werden. Eine oder zwei weitere werden mit einem Mindestabstand von 4 Wochen verabreicht. Es wird empfohlen, die Impfserie bis zu einem bestimmten Alter abzuschließen, das je nach verwendetem Impfstoff bei 16 oder 22 Wochen liegt.
Wichtig: Bitte sprechen sie für nähere Informationen über die Rotavirus-Impfung mit dem Kinderarzt Ihres Vertrauens.
Rotavirus
Wann zum Arzt?
In bestimmten Fällen sollte ein Arzt verständigt werden, das gilt zum Beispiel:
Bei sehr ausgeprägten Symptomen
Bei Fieber
Wenn die Beschwerden andauern und sich nicht bessern
Wenn Grunderkrankungen oder eine Abwehrschwäche bestehen
Durchfall bei Säuglingen, Kleinkindern sowie älteren oder geschwächten Menschen sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
Andere schützen – Ansteckung vermeiden
Rotaviren sind extrem ansteckend. Betroffene sollten deshalb ihre Familie und andere Personen im näheren Umfeld schützen. Speziell bei Säuglingen und Kleinkindern sowie bei älteren oder geschwächten Menschen ist eine Infektion zu vermeiden.
Gut zu wissen:
Für eine Ansteckung ist eine sehr geringe Anzahl an Viren (ungefähr 10) ausreichend. Infizierte scheiden über eine Milliarde Viren pro Gramm Stuhl aus.
Eine gründliche und konsequente Händehygiene ist ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugemaßnahmen. Denn die Übertragung der Viren erfolgt vor allem über die sogenannte Schmierinfektion: Über den Handkontakt mit kontaminierten Flächen, Gegenständen oder Lebensmitteln können sie übertragen werden. Infizierte scheiden Rotaviren mit dem Stuhl aus. In der Regel erfolgt die Virusausscheidung nicht länger als 8 Tage.
Magen-Darm-Infektionen
Tipps zur Vorbeugung
1 / 6
Gründliche Handhygiene
2 / 6
Lebensmittel durch Braten oder Kochen vollständig erhitzen
3 / 6
Obst und Gemüse gut waschen oder schälen
4 / 6
Austern, Muscheln nicht roh verzehren
5 / 6
Schweinefleisch nicht roh verzehren
6 / 6
Gefrorene Beeren immer erhitzen
Wichtige Hygienemaßnahmen im Überblick:
Gründliches Händewaschen
Händedesinfektion mit geeigneten Desinfektionsmitteln
Toilettentrennung
Kontakt mit anderen Personen so gut wie möglich einschränken
Rotavirus: Die besten Tipps
1 / 4
Viel trinken
Bei Durchfall geht wertvolle Flüssigkeit verloren. Der Flüssigkeitsverlust wiederum kann mit Kreislaufproblemen und Schwäche einhergehen. Umso wichtiger ist es, bei Durchfall viel zu trinken!
Während bei Gesunden etwa 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen werden, sollten es daher bei Durchfall schon etwa 3 bis 4 Liter täglich sein. Ideal ist Mineralwasser ohne Kohlensäure oder auch Kamillen- oder Pfefferminztee. Am besten mehrere Tassen über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.
2 / 4
Elektrolytlösungen
Natrium, Kalium, Chlorid – bei Durchfall ist der Verlust an wertvollen Elektrolyten erhöht. Hier heißt es gezielt gegensteuern. Spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke können für den nötigen Ausgleich sorgen – vor allem bei starkem Durchfall sowie für Kinder und ältere Personen ist diese Maßnahme wichtig.
3 / 4
Andere vor einer Ansteckung schützen
Rotaviren sind hochansteckend. Da eine Infektion vor allem bei kleinen Kindern und Senioren oft einen schweren Krankheitsverlauf nach sich zieht, sollten diese Risikogruppen besonders geschützt werden. Eine gründliche Händehygiene und die Anwendung geeigneter Desinfektionsmittel ist ein absolutes Muss, da schon geringste Erregermengen für eine Ansteckung ausreichen.
Wer zu Hause zwei Toiletten zur Verfügung hat, sollte das nutzen und eine „Toilettentrennung“ einführen. Betroffene sind so lange ansteckend, so lange sie akute Symptome aufweisen und das Virus mit dem Stuhl ausgeschieden wird. In der Regel ist die Virusausscheidung auf maximal 8 Tage begrenzt.
4 / 4
Rotavirus-Infektion: Wann zum Arzt?
In der Regel klingen die Beschwerden bei einer Rotavirus-Infektion nach etwa zwei bis sechs Tagen ab. Für bestimmte Personengruppen kann ein starker Brechdurchfall allerdings schnell zur Gefahr werden. Ein Arzt sollte deshalb grundsätzlich verständigt werden, wenn Durchfall bei Säuglingen, Kleinkindern sowie älteren oder geschwächten Menschen auftritt. Auch bei ansonsten gesunden Erwachsenen ist es wichtig, einen Arzt zu kontaktieren, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind oder sich nicht bessern.
Gut zu wissen:
Falls der Arzt Rotaviren feststellt, besteht in Deutschland eine Meldepflicht beim Gesundheitsamt. Kinder unter sechs Jahren, die an einer Durchfallerkrankung leiden, dürfen laut Infektionsschutzgesetz keine Gemeinschaftseinrichtungen (Krippe, Kindergarten) besuchen – erst 48 Stunden nach Abklingen der Symptome.
Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen
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Stand: zuletzt aktualisiert am 09.02.26
Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Standards und Vorgaben aus der ärztlichen Fachliteratur, folgt den einschlägigen medizinischen Leitlinien, Veröffentlichungen von Fachgesellschaften sowie aktuellen Studien und wurde von Fachjournalisten
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Autoren:
Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung
Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung.
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Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie
Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet.
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ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und
finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.
Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche.
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