Durchfall bei Kindern behandeln

Durchfall bei Kindern behandeln Bei Kindern ist das Risiko einer Austrocknung besonders hoch.

Bei Kindern ist das Risiko einer Austrocknung besonders hoch. Heftige Durchfälle können bei Kindern schneller als bei Erwachsenen zu einer Dehydratation (Austrocknung) führen. Bei kleinen Durchfall-Patienten ist daher ein rascher Ausgleich der Flüssigkeits- und Elektrolytverluste besonders wichtig. Zusätzlich können für die jeweilige Altersklasse geeignete Durchfallmittel aus der Apotheke hilfreich sein. Speziell bei Säuglingen und Kleinkindern sollte immer der Kinderarzt benachrichtigt werden, weil große Verluste an Wasser und Blutsalzen für sie schnell bedrohlich werden können.

Kinder & Durchfall:
Flüssigkeit und Elektrolyte sind jetzt wichtig

Wenn ihr Kind Durchfall hat, sollten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten achten, damit die Verluste möglichst rasch ausgeglichen werden können. Geeignete Getränke sind zum Beispiel stilles Mineralwasser oder ungesüßter Kamillen- oder Fencheltee. Auch Brühen sorgen für ein Plus an Flüssigkeit und Elektrolyten. Darüber hinaus stehen in der Apotheke spezielle Glucose-Elektrolytlösungen zur Verfügung, die die erforderlichen Nährstoffe im optimalen Mischungsverhältnis enthalten. . Säuglinge sollten unbedingt weitergestillt werden, zusätzlich kann die Zufuhr von Wasser oder dünnem Kamillen- oder Fencheltee ratsam sein. Sprechen Sie dazu auch mit Ihrem Kinderarzt.

Flüssigkeitsmangel kann sich zum Beispiel durch dunklen Urin, Schlappheit und trockene Lippen bemerkbar machen. Bei solchen Anzeichen muss ein Arzt verständigt werden.

Mittel gegen Durchfall bei Kindern

In der Apotheke stehen verschiedene rezeptfreie Mittel zur Verfügung, die bei Durchfall zum Einsatz kommen können.

Allerdings sind nicht alle Mittel gegen Durchfall auch für Kinder geeignet.

Mittel, die die Darmtätigkeit verlangsamen und auf diese Weise den Durchfall stoppen, sind in der Regel nur für ältere Kinder zugelassen und dürfen nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt oder Apotheker zum Einsatz kommen. Sie stellen den Darm sozusagen ruhig, sodass die Ausscheidung von Erregern beeinträchtigt wird – dies ist aber ein wichtiger Selbstreinigungsmechanismus und für die Genesung wichtig.

Es gibt aber auch Durchfallmittel, die zu keiner Beeinträchtigung der natürlichen Darmbewegung führen und zusätzlich die Ausscheidung der Erreger fördern. Dazu zählen ausgewählte Durchfall-Medikamente auf Basis von probiotischen Arzneistoffen (z. B. Saccharomyces boulardii).

Wichtig: Fragen Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie Ihren Kind Medikamente verabreichen.

Durchfall beim Kind – was sonst noch hilft

Bei Durchfall sollte der Magen-Darm-Trakt nicht zusätzlich belastet werden – es ist also Schonkost angesagt. Geeignet sind zum Beispiel Zwieback, Reis, gekochte Karotten oder auch trockenes Weißbrot. Viele kleine Patienten freuen sich jetzt auch über eine zerdrückte Banane oder einen geriebenen Apfel.

Kamillen- oder Pfefferminztee haben eine wohltuende Wirkung und sorgen für ein Extra an Flüssigkeit. Joghurt, Pudding und Kakao sind hingegen nicht zu empfehlen– Milchprodukte sollten bei Durchfall gemieden werden. Auch von Cola und Salzstangen sollten kleine Durchfall-Patienten besser die Finger lassen, denn zu viel Salz, Zucker und Kohlensäure können für unnötige Turbulenzen im Darm sorgen.

Wichtig: In den meisten Fällen gehen Durchfallerkrankungen bei Kindern auf Viren zurück. Wenn Durchfall immer wieder auftritt, ist eine Abklärung durch den Kinderarzt wichtig. Denn dann könnte zum Beispiel eine Nahrungsmittelunverträglichkeit der Auslöser sein.

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