Was hilft gegen Durchfall?

Behandlung von Durchfall

Autoren: Tatiana Schmid , Jennifer Hamatschek Stand: 09.02.26
Behandlung
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Durchfall ist eine unangenehme Sache – aber was hilft gegen die Beschwerden? Das primäre Ziel der Behandlung ist es, die Flüssigkeit- und Elektrolytverluste auszugleichen. Zusätzlich können geeignete Mittel aus der Apotheke gegen Durchfall helfen.

Hilfe bei Durchfall:
Flüssigkeit und Elektrolyte zuführen

Die Basis jeder Durchfallbehandlung ist der Ersatz von verlorengegangener Flüssigkeit und Elektrolyten (Blutsalze), um eine Austrocknung (Dehydrierung) zu vermeiden. Viel trinken ist das oberste Gebot. Ideal sind Mineralwasser ohne Kohlensäure oder ungesüßter Kräutertee. Mit Gemüsebrühen kann man ebenfalls für ein Plus an Flüssigkeit sorgen und zudem die wichtigen Salze und etwas Zucker zuführen. Fertige Elektrolyt-Glucose-Lösungen sind ebenfalls eine gute Option.

Wichtig: Wichtig:

Durchfall und Erbrechen sollten grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden, wenn Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und Stillende sowie ältere bzw. geschwächte Menschen betroffen sind.

Medikamente gegen Durchfall

Durchfall ist eine Abwehrreaktion des Körpers, um Krankheitserreger loszuwerden. Dabei kommt es jedoch auch zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten. Daher kann es sinnvoll sein, den Durchfall mit entsprechenden Mitteln zu lindern. In der Apotheke stehen rezeptfreie Durchfallmittel („Antidiarrhoika“) zur Verfügung, die sich in Hinblick auf Wirkstoffe und Wirkweise unterscheiden.

Sogenannte Motilitätshemmer (z. B. Loperamid) können bei akutem Durchfall zum Einsatz kommen. Ihr Vorteil ist, dass sie schnell wirken:

  • Sie reduzieren die erhöhte Darmbewegung (Darmperistaltik) und verlangsamen die Passagezeit der Nahrung.
  • Auf diese Weise hat der Darm mehr Zeit, Flüssigkeit und Nährstoffe aufzunehmen.
  • Zusätzlich wird auch der Spannungszustand des Schließmuskels am After erhöht.

Lopedium® akut lingual Lindert schnell akuten Durchfall

Deine Notbremse bei Durchfall. Der Vorteil der praktischen Schmelztablette: Sie zergeht sofort auf der Zunge und kann diskret und ohne Wasser eingenommen werden.

Lopedium<sup>&reg;</sup> akut lingual

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Bringt schnell Ruhe in den Darm

Lopedium® akut lingual Schmelztabletten enthalten mit Loperamid einen bewährten und gut verträglichen Wirkstoff, der für eine rasche Besserung der Beschwerden sorgt:

  • Bewirkt im Darm eine Verminderung der gesteigerten Darmbewegung (Motilität) – dadurch bleibt die Nahrung länger im Darm und der Körper kann mehr Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe aufnehmen.
  • Erhöht den Tonus (Grundspannung) des Schließmuskels.
  • Reduziert dadurch Stuhlinkontinenz und Stuhldrang.

Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.

Rezeptfrei erhältlich und ein wichtiger Bestandteil jeder Haus- und Reiseapotheke.

Weitere Informationen zum Produkt


Wichtig ist, diese Mittel nur kurzzeitig und mit Bedacht einzusetzen. Bei Fieber oder Blut im Stuhl dürfen sie z. B. nicht angewendet werden. Als Alternative können sogenannte Enkephalinase-Hemmer eingesetzt werden, die in Deutschland jedoch eine untergeordnete Rolle spielen.

Darüber hinaus werden weitere Durchfallmittel angeboten, die z. B. Gerbstoffe (Tannin), Kohle oder Probiotika enthalten, die allerdings laut der aktuellen medizinischen Leitlinien bei akutem Durchfall nicht empfohlen werden.

Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Die meisten akuten Durchfallerkrankungen werden durch Viren hervorgerufen. Antibiotika werden daher bei Durchfall nur in Ausnahmefällen vom Arzt verordnet.

Wirkstoffgruppe Wirkweise Wann geeignet?
Motilitätshemmer/­Peristaltikhemmer (z. B. Loperamid)
  • Reduziert die gesteigerte Darmbewegung bei Durchfall
  • Verlangsamt die Passagezeit der Nahrung
  • Erhöht den Spannungszustand des Schließmuskels
  • Zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung bei akutem Durchfall
  • u. a. nicht geeignet zur Anwendung bei Kindern, bei Durchfall nach Antibiotika und wenn Durchfall von Fieber oder Blut im Stuhl begleitet wird.
Antibiotika Bekämpfen bakterielle Erreger
  • Nur in Ausnahmefällen verordnet der Arzt Antibiotika.
  • Die meisten Magen-Darm-Infektionen sind viral bedingt – Antibiotika sind dann nicht wirksam.
Probiotika Genaue Wirkweise nicht vollständig geklärt Keine Experten-Empfehlung bei akutem Durchfall
Gerbstoffe Adstringierende (zusammenziehende) Wirkung: Verdichtung der Darmschleimhaut Keine Experten-Empfehlung bei akutem Durchfall
Aktivkohle Adsorbiert Giftstoffe Keine Experten-Empfehlung bei akutem Durchfall
Wichtig: Wichtig:

Durchfall bei Kindern sollte nur mit Mitteln behandelt werden, die für die jeweilige Altersklasse geeignet sind. Achten Sie auf die Hinweise in der Packungsbeilage und fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker.

Durchfall Wann zum Arzt?

  • Anhaltende Beschwerden (länger als 3 Tage)
  • Sehr starker Durchfall
  • Fieber
  • Ausgeprägtes Schwächegefühl
  • Blutiger oder eitriger Durchfall
  • Kreislaufbeschwerden
  • Durchfall in der Schwangerschaft
  • Durchfall bei Säuglingen oder Senioren

Die besten Tipps bei Durchfall

Viel trinken
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Viel trinken

Bei Durchfall geht wertvolle Flüssigkeit verloren. Der Flüssigkeitsverlust wiederum kann mit Kreislaufproblemen und Schwäche einhergehen. Umso wichtiger ist es, bei Durchfall viel zu trinken!

Während bei Gesunden etwa 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen werden, sollten es daher bei Durchfall schon etwa 3 bis 4 Liter täglich sein. Ideal ist Mineralwasser ohne Kohlensäure oder auch Kamillen- oder Pfefferminztee. Am besten mehrere Tassen über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.

Elektrolytlösungen
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Elektrolytlösungen

Natrium, Kalium, Chlorid – bei Durchfall ist der Verlust an wertvollen Elektrolyten erhöht. Hier heißt es gezielt gegensteuern. Spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke können für den nötigen Ausgleich sorgen – vor allem bei starkem Durchfall sowie für Kinder und ältere Personen ist diese Maßnahme wichtig.

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  • Lindert schnell akuten Durchfall
  • Mit dem bewährten und effektiven Wirkstoff Loperamid
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  • Gut verträglich
  • Rezeptfrei erhältlich

Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.

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Ernährung bei Durchfall
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Ernährung bei Durchfall

Bei akutem Durchfall werden keine speziellen diätetischen Einschränkungen empfohlen. Laut der aktuellen medizinischen Leitlinie dürfen Betroffene grundsätzlich alles essen, was sie vorher gewohnt waren und was sie vertragen. Meist sind kleinere Mahlzeiten günstig, ebenso wie eine reizarme, fettreduzierte und ballaststoffarme Kost wie Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Haferflocken mit etwas Salz. Suppen, gekochtes Gemüse, Salzstangen, Bananen und fettarmer Joghurt sind ebenfalls gut geeignet.

Wann zum Arzt?
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Wann zum Arzt?

Durchfall lässt sich in der Regel durch geeignete Mittel gegen Durchfall und ergänzende Maßnahmen gut selbst in den Griff bekommen. Allerdings ist in manchen Fällen ein Arztbesuch empfehlenswert. Das gilt insbesondere, wenn der Durchfall trotz der eingeleiteten Maßnahmen länger als drei Tage anhält oder wenn Durchfall immer wieder auftritt. Auch bei hohem Fieber, stark ausgeprägtem Schwächegefühl und heftigem Erbrechen ist ein Arztbesuch ratsam. Dasselbe gilt, wenn Durchfall blutig oder eitrig ist.

Grundsätzlich gilt: Wenn ältere oder geschwächte Menschen sowie Kinder Durchfall haben, sollte der Arzt konsultiert werden.

Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen

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Stand: zuletzt aktualisiert am 09.02.26

Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Standards und Vorgaben aus der ärztlichen Fachliteratur, folgt den einschlägigen medizinischen Leitlinien, Veröffentlichungen von Fachgesellschaften sowie aktuellen Studien und wurde von Fachjournalisten geprüft. Mehr zu unseren Qualitätssicherungsstandards

Autoren:

Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung. Mehr zu Tatiana Schmid
Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zu Jennifer Hamatschek

ICD-Codes:

ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.

Quellen:

Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:

Sandra Winter

Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche. Mehr zu Sandra Winter

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