Hilfe aus der Apotheke

Mittel gegen Durchfall nach Antibiotika

Mittel gegen Durchfall nach Antibiotika

In der Apotheke sind verschiedene rezeptfreie Mittel gegen Durchfall erhältlich. Doch viele der herkömmlichen Wirkstoffe sind nicht geeignet, wenn der Durchfall durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöst wurde. Denn in diesem Fall gilt es vor allem, die angegriffene Darmflora zu unterstützen und die natürliche Darmaktivität zu stabilisieren. Lesen Sie hier, worauf es ankommt.

Durchfall nach Antibiotika – welche Mittel sind geeignet?

Antibiotika gehören zu den segensreichsten Erfindungen in der Medizin. Bei vielen bakteriellen Infektionskrankheiten sind diese Arzneimittel die wichtigste Behandlungsoption. Doch gerade ihre effektive Wirkung gegen Bakterien kann auch negative Effekte haben. Denn Antibiotika können nicht zwischen „guten“ und „bösen“ Bakterien unterscheiden – speziell die Darmflora wird deshalb häufig in Mitleidenschaft gezogen. In der Folge kommt es während oder nach einer Antibiotika-Behandlung häufig zu Durchfall. Ärzte sprechen dann von einer „Antibiotika-assoziierten Diarrhö“ (AAD). Grundsätzlich gilt: Falls es während oder nach einer Antibiotika-Therapie zu Durchfall kommt, sollte der behandelnde Arzt informiert werden.

Wichtig ist im ersten Schritt, dass die Flüssigkeits- und Elektrolytverluste ersetzt werden. Das kann in der Regel durch eine Steigerung der Flüssigkeitszufuhr und durch geeignete fertige Glucose-Elektrolytlösungen aus der Apotheke erreicht werden.

Das Problem ist, dass viele der herkömmlichen Durchfallmittel bei AAD nicht geeignet sind. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Motilitätshemmer (z. B. Loperamid), die die natürliche Darmbewegung hemmen. Auf diese Weise wird das Symptom Durchfall zwar gelindert, aber die zugrundeliegende Ursache wird nicht bekämpft. Auch weitere klassische Durchfallmittel wie die Sekretionshemmer aus der Wirkstoffgruppe der Enkephalinasehemmer dürfen bei dieser Form von Durchfall nicht zum Einsatz kommen.

Eine Behandlungsoption können sogenannte Probiotika sein, die die Regeneration der Darmflora nach der Antibiotika-Einnahme unterstützen können. Entsprechende Präparate enthalten Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien oder bestimmte Hefekulturen, die auch in der natürlichen Darmflora vorkommen. Die Einnahme kann dazu beitragen, dass sich die „guten“ Bakterien im Darm schneller erholen und somit krankmachende Keime keine Chance haben, sich im Darm auszubreiten.


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Natürliche Hilfe bei Antibiotika-bedingtem Durchfall

Die Arznei-Hefe Saccharomyces boulardii besitzt bei Antibiotika-bedingtem Durchfall mehrere, positive Effekte. S. boulardii unterstützt die menschliche Darmflora und wirkt effektiv gegen Durchfall, ohne die natürliche Darmbewegung zu beeinträchtigen.

In diesem Zusammenhang spielt insbesondere die gesteigerte Bildung von kurzkettigen Fettsäuren (SCFA) durch S. boulardii eine zentrale Rolle. Zum besseren Verständnis: Experten gehen davon aus, dass es im Rahmen der AAD zu einer Störung der Produktion von SCFA kommt. Diese SCFA sind allerdings für die Regulation des Elektrolyt- und Wasserhaushalts im Darm wichtig. Bei einer Störung kann deshalb Durchfall die Folge sein. Genau hier greift S. boulardii ein: Unter der Gabe der Arznei-Hefe wird die SCFA-Bildung gesteigert, so dass auf diese Weise eine effektive, ursächliche Behandlung der AAD möglich ist.

Perenterol Forte

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  • Stabilisiert die Darmflora und deren natürliche Schutzfunktion
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Gut zu wissen: Gut zu wissen:

Bei frühzeitiger und ausreichend hoch dosierter Einnahme von Saccharomyces boulardii lässt sich das Risiko für eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö um mehr als 60 Prozent reduzieren.

In den USA und vielen anderen Ländern Europas wird die Arznei-Hefe schon seit Jahren routinemäßig als Begleitmedikation in der Antibiotika-Therapie eingesetzt.

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