Definition

Was ist Durchfall?

Autoren: Tatiana Schmid , Jennifer Hamatschek Stand: 09.02.26
Was ist Durchfall?
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Durchfall zählt zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden. Doch ab wann spricht man eigentlich im medizinischen Sinne von Durchfall? Welche Begleitsymptome sind möglich? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten auf einen Blick.

Durchfall: Definition

Wenn sich die Häufigkeit des Stuhlgangs erhöht und gleichzeitig eine Verflüssigung der Stuhlkonsistenz vorliegt, spricht man von Durchfall. Ganz konkret liegt eine sogenannte „Diarrhö“ vor, wenn die Stuhlentleerung häufiger als dreimal pro Tag erfolgt und der Stuhl von flüssiger bis wässriger Konsistenz ist.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen akutem und chronischem Durchfall.

Akuter Durchfall:            weniger als 14 Tage
Chronischer Durchfall:  länger als 4-6 Wochen

Akuter Durchfall ist meist die Folge einer Infektion mit Viren oder Bakterien. Aber auch andere Faktoren, wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, akuter Stress oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibiotika), können Durchfall auslösen. Chronischer Durchfall kann beispielsweise durch bestimmte Grunderkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder auch durch psychische Probleme bedingt sein. Grundsätzlich gilt: Sollte es häufiger zu Durchfall kommen oder zeigt eine Behandlung nicht den gewünschten Erfolg, ist ein Arztbesuch zur Abklärung der Ursachen sinnvoll.

Lesen Sie hier mehr über die Ursachen von Durchfall.

Magen-Darm-Infektionen Tipps zur Vorbeugung

Gründliche Handhygiene
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Gründliche Handhygiene

Lebensmittel durch Braten oder Kochen…
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Lebensmittel durch Braten oder Kochen vollständig erhitzen

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Obst und Gemüse gut waschen oder schälen

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Austern, Muscheln nicht roh verzehren

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Schweinefleisch nicht roh verzehren

Gefrorene Beeren immer erhitzen
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Gefrorene Beeren immer erhitzen

Durchfall: Symptome

Bei Durchfall treten häufig Begleitsymptome auf, die sich je nach Ursache unterscheiden können, so z. B.:

  • Krampfartige Bauchschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schweißausbrüche
  • Kreislaufprobleme
  • Schwäche

Insbesondere Beschwerden wie Kreislaufprobleme und Schwäche sind dabei auf den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten zurückzuführen, der bei Durchfall typisch ist. Daher ist es bei Durchfall besonders wichtig, viel zu trinken und gezielt Elektrolyte zuzuführen. Zusätzlich kann eine Behandlung sinnvoll sein, die den Flüssigkeitsverlust eindämmt.

Lesen Sie hier mehr über die Behandlung von Durchfall.

Durchfall Wann zum Arzt?

  • Anhaltende Beschwerden (länger als 3 Tage)
  • Sehr starker Durchfall
  • Fieber
  • Ausgeprägtes Schwächegefühl
  • Blutiger oder eitriger Durchfall
  • Kreislaufbeschwerden
  • Durchfall in der Schwangerschaft
  • Durchfall bei Säuglingen oder Senioren

Die besten Tipps bei Durchfall

Viel trinken
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Viel trinken

Bei Durchfall geht wertvolle Flüssigkeit verloren. Der Flüssigkeitsverlust wiederum kann mit Kreislaufproblemen und Schwäche einhergehen. Umso wichtiger ist es, bei Durchfall viel zu trinken!

Während bei Gesunden etwa 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen werden, sollten es daher bei Durchfall schon etwa 3 bis 4 Liter täglich sein. Ideal ist Mineralwasser ohne Kohlensäure oder auch Kamillen- oder Pfefferminztee. Am besten mehrere Tassen über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.

Elektrolytlösungen
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Elektrolytlösungen

Natrium, Kalium, Chlorid – bei Durchfall ist der Verlust an wertvollen Elektrolyten erhöht. Hier heißt es gezielt gegensteuern. Spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke können für den nötigen Ausgleich sorgen – vor allem bei starkem Durchfall sowie für Kinder und ältere Personen ist diese Maßnahme wichtig.

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Ernährung bei Durchfall
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Ernährung bei Durchfall

Bei akutem Durchfall werden keine speziellen diätetischen Einschränkungen empfohlen. Laut der aktuellen medizinischen Leitlinie dürfen Betroffene grundsätzlich alles essen, was sie vorher gewohnt waren und was sie vertragen. Meist sind kleinere Mahlzeiten günstig, ebenso wie eine reizarme, fettreduzierte und ballaststoffarme Kost wie Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Haferflocken mit etwas Salz. Suppen, gekochtes Gemüse, Salzstangen, Bananen und fettarmer Joghurt sind ebenfalls gut geeignet.

Wann zum Arzt?
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Wann zum Arzt?

Durchfall lässt sich in der Regel durch geeignete Mittel gegen Durchfall und ergänzende Maßnahmen gut selbst in den Griff bekommen. Allerdings ist in manchen Fällen ein Arztbesuch empfehlenswert. Das gilt insbesondere, wenn der Durchfall trotz der eingeleiteten Maßnahmen länger als drei Tage anhält oder wenn Durchfall immer wieder auftritt. Auch bei hohem Fieber, stark ausgeprägtem Schwächegefühl und heftigem Erbrechen ist ein Arztbesuch ratsam. Dasselbe gilt, wenn Durchfall blutig oder eitrig ist.

Grundsätzlich gilt: Wenn ältere oder geschwächte Menschen sowie Kinder Durchfall haben, sollte der Arzt konsultiert werden.

Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen

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Stand: zuletzt aktualisiert am 09.02.26

Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Standards und Vorgaben aus der ärztlichen Fachliteratur, folgt den einschlägigen medizinischen Leitlinien, Veröffentlichungen von Fachgesellschaften sowie aktuellen Studien und wurde von Fachjournalisten geprüft. Mehr zu unseren Qualitätssicherungsstandards

Autoren:

Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung. Mehr zu Tatiana Schmid
Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zu Jennifer Hamatschek

ICD-Codes:

ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.

Quellen:

Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:

Sandra Winter

Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche. Mehr zu Sandra Winter

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